Naturheilkunde bei Tieren




Akupunktur

Unter Akupunktur versteht man das Einbohren feiner Nadeln an definierten Punkten der Körperoberfläche, um die Funktionen des Körpers zu steuern. Die chinesische Medizin geht davon aus, dass die gesamte Körperenergie, das Qi (Chi), welches sich aus positiver (Yang) und negativer Energie (Yin) zusammensetzt, in bestimmten Kanälen, den sogenannten Meridianen, durch den Organismus strömt. Ungleichgewichte der Energieebenen zwischen Yin und Yang oder Blockaden des Qi in den Meridianen können dazu führen, dass Krankheiten auftreten. Bei der Entstehung dieser Ungleichgewichtszustände spielen äußere Einflüsse (Wind, Kälte, Hitze), aber auch seelische (Angst, Zorn, Stress) und krankmachende Faktoren (Trauma, Überanstrengung, Durchblutungsstörungen) eine wichtige Rolle. Durch die Stimulation eines oder mehrerer spezieller Akupunkturpunkte kann der Energiezustand wieder ins Lot gebracht (d.h. das Gleichgewicht wiederhergestellt) und das Leiden auf diese Weise geheilt werden.

Seit mehr als 2500 Jahren haben die Chinesen ihre Pferde mit Hilfe der Akupunktur behandelt, was man als einen imposanten historischen Beweis werten kann, wie nützlich und wirksam dieses Heilverfahren war und ist.

Homöopathie

Seit Ende des 18. Jahrhunderts werden homöopathische Mittel zur Behandlung kranker Menschen und Tiere verwendet. Bei der homöopathischen Behandlung werden die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt. Jedes Lebewesen verfügt über natürliche Regulationskräfte, die dafür sorgen, dass Ungleichgewichte im Körper beseitigt werden und dass dort eine gesunde Ausgewogenheit herrscht. Homöopathische Mittel müssen sorgfältig ausgesucht werden, wobei man sowohl das vorliegende Leiden als auch die besonderen und individuellen Symptome dieser Krankheit berücksichtigen muss, wie sie sich im kranken Tier zeigen.


Phytotherapie

Unter Heilkräutern verstehen wir Pflanzen und Mineralien, die oral oder äußerlich appliziert werden, um körperliche Leiden zu verhindern, zu lindern oder zu heilen. Das geschieht durch die Korrektur des Lebensenergieflusses und die Bereitstellung solcher Substanzen, die grundsätzlich für die Regenerierung von Zellen oder Gewebe des Körpers zuständig sind.

 

Möglichkeiten und Grenzen der Naturheilkunde

In schwerwiegenden sowie akuten Fällen sollte der Tierarzt hinzugezogen werden, denn manchmal sind Untersuchungen wie Ultraschall, Röntgen, lokal Anästhetika für eine genaue Diagnose sowie Antibiotika bei akuten entzündlichen Verletzungen und Erkrankungen notwendig. Es kann jedoch mit Hilfe der Naturheilkunde der Heilungsprozess immer von Anfang an unterstützt und weitergeführt werden. Bei chronischen Krankheitsverläufen sowie "austherapierten" Tieren sind alternative Behandlungsmethoden einen Versuch wert, denn nicht selten werden hier gute Ergebnisse erzielt.

Für die Diagnose lehne ich andere zweifelhafte Methoden aus dem Bereich der Esoterik ab, denn diese Methoden liefern oft fehlerhafte Ergebnisse und können das Krankheitsbild durch eine folgende falsche Behandlung noch verschlimmern.